Links zum Thema
- Spiegel Online: So werden Mädchen zu Nazi-Bräuten
- Bundeszentrale für politische Bildung: „Wäschewaschen für die Kameraden“
- Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Frauen und Mädchen in der extremen Rechten
- Die Grünen: Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus (pdf)
- Die Grünen: Rechtsextremismus: Auch Frauen aktiv
- Fluter.de: Netzstrumpf im Springerstiefel
- Tagesschau.de: „Ohne die Frauen geht nichts mehr“
- Stern.de: Ihr Herz schlägt rechts
- Bundeszentrale für politische Bildung: Rechtsextrem orientierte Frauen und Mädchen – eine besondere Zielgruppe?
Literatur zum Thema
Braune Schwestern? - Feministische Analysen zu Frauen in der extremen Rechten
Antifaschistisches Frauennetzwerk,
Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus (Hrsg.)
Münster Unrast 2005; 14 Euro, 142 Seiten.
Die Autorinnen zeigen die neuesten Entwicklungen im Bereich ›Frauen im Rechtsextremismus‹ auf: Aktivitäten von rechtsextremen Mädchen und Frauen, Organisationsstrukturen, Kontinuitäten, Strategien und die Palette rechter Frauen(selbst)bilder. Ziel ist es, verschiedene Aspekte einfließen zu lassen und mögliche Handlungsspielräume gegen rechte Ideologien aufzuzeigen, unter anderem in der kritischen Beleuchtung bisheriger feministischer und antifaschistischer Debatten. (Klappentext)
Retterin der weißen Rasse: Rechtsextreme Frauen zwischen Straßenkampf und Mutterrolle
Taschenbuch von Andrea Röpke,
Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Bildungsvereinigung „Arbeit und Leben“ Niedersachsen Ost GmbH (Hrsg.)
Verlag Bildungsvereinigung „Arbeit und Leben“ Niedersachsen Ost GmbH
Hannover 2006, in Kürze überarbeitete Auflage auf dem Markt; Schutzgebühr 5,00 Euro, 138 Seiten.
Sie stellen die zweite Front der Neonazis: rechtsextreme Frauen und Mädchen. Sie wirken im Hintergrund und ziehen politisch die Fäden. Sie sind dabei, wenn braune Kameraden aufmarschieren, sie gestalten NPD-Infostände oder sorgen privat für national-gesinnten Nachwuchs. Sie sind ebenso ausländerfeindlich und fanatisch wie die Männer - agieren allerdings zurückhaltender in der Öffentlichkeit. Ihr Anteil steigt stetig. Auffällig sind jedoch regionale Unterschiede, so schwankt der rechtsextreme Frauenanteil zwischen 30 Prozent in Thüringen bis hin zu nur 10 Prozent in niedersächsischen Gebieten. Die Anwesenheit rechter „Mädels“ ist selbstverständlich - ihre Position innerhalb der Szene ist es weniger. Die Neonazi-Szene ist eine Männerbastion, in der das Geschlecht über Rolle und Position entscheidet.
Aber obwohl die Neonazi-Szene von männlichen Kameraden dominiert wird, prägen rechtsextreme Frauen sie mit. Das Selbstbewusstsein der braunen Aktivistinnen wächst. Sie sehen sich als Straßenkämpferin, Gefährtin oder in der traditionellen deutschen Mutterrolle. Weibliche Neonazis repräsentieren eine große Vielfalt an Lifestyles und Lebensvorstellungen. Sie gelten als zuverlässig und fleißig. Sobald sich junge Mädchen neonazistischen Kameradschaften oder der NPD nähern, beginnt ihre planmäßige Integration durch Neonazi-Kader. Ihre Anwesenheit soll für Stabilität sorgen.
Der Blick hinter die braunen Kulissen zeigt, dass es trotz angestrebter „Gleichstellung“ der Frauen und Mädchen keine wirkliche Gleichberechtigung gibt. Im Gegenteil. Sexismus, Gewalt und Unterdrückung gehören zum Alltag. Junge Mädchen werden auf ihre Rolle als Bewahrerin der „weißen Rasse“ getrimmt.
Im Buch berichtet Andrea Röpke über aktuelle Entwicklungen, ausgewählte Neonazi-Anführerinnen aus Niedersachsen und Bremen, sowie rechtsextreme Frauengruppen innerhalb und außerhalb der NPD. (Klappentext)
Rechte Frauen. Skingirls, Walküren und feine Damen
(Antifa Edition) (Broschiert) von Renate Bitzan
Berlin 1997, Espresso Verlag; 4 Euro, 320 Seiten.
Sie sind Aktivistinnen, Theoretikerinnen, gebildete Damen, Mädchen in Cliquen, geschäftige Frauen, bewegen sich in Redaktionsstuben, in Vereinen und auf der Straße: rechtsextreme Frauen und Mädchen. Welche Positionen vertreten sie, wie handeln sie, welchen Stellenwert haben sie im von Männern dominierten braunen „Kameradenkreis“?
Stichworte sind: konservativer Fundamentalismus, antisexistischer Nationalismus, Esoterik und „neuheidnische“ Sekten, „Lebensschutz“ und Antisemitismus. Lebensläufe rechtsextremer Frauen werden zusammengetragen und organisatorische Zusammenhänge erläutert. Aus einem feministisch und antifaschistisch geprägten Blickwinkel wird weiterhin untersucht, wieweit bestimmte Teile des Feminismus Berührungspunkte zum Faschismus aufweisen und wie dies ideengeschichtlich und in der praktischen Politik heute einzuordnen ist. (Klappentext)
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